Wirksamkeit und Verträglichkeit von MULSAL® bei Patienten
mit extraartikulärem Rheumatismus
Offene multizentrische Studie
Biometrischer Abschlußbericht
Leiter der Studie: Dipl.-Psych. Dr. med. Wolf Vogler, Emil-von-Behring-Straße
46, D-3550 Marburg
Auswertung durch: MUCOS Pharma GmbH & Co., Abt. Klinische
Forschung , Alpenstraße 29, D-8192 Geretsried 1
Zusammenfassung
In einer offenen multizentrischen Studie wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit
von MULSAL bei extraartikulärem Rheumatismus geprüft.
168 Patienten konnten ausgewertet werden. Die Therapiedauer betrug im
Regelfall sechs bis acht Wochen.
Die gemessenen Krankheitssymptome Ruheschmerz, Bewegungsschmerz aktiv,
Bewegungsschmerz passiv, Belastungsschmerz, Nachtschmerz, morgendlicher
Anlaufschmerz, Anspannungsschmerz, Dehnungsschmerz, Druckschmerz, Bewegungseinschränkung,
Weichteilschwellung, Muskelsteifigkeit und Muskelhartspann verbesserten
sich im Therapiezeitraum statistisch signifikant (p< 0,001).
Alle gemessenen Laborparameter veränderten sich im Verlauf der Therapie
nicht oder nur unwesentlich.
Die subjektive Beurteilung der Wirksamkeit war sowohl vom Arzt als auch
vom Patienten "gut". Die Verträglichkeit der Enzymtherapie wurde ebenfalls
vom Arzt und vom Patienten als "gut" beurteilt.
Bei 23 Patienten (13,7%) traten Nebenwirkungen auf, die vor allem den
Gastrointestinaltrakt betrafen (Magenbeschwerden, Übelkeit, Meteorismus,
Diarrhoe, weicher Stuhl, Völlegefühl, Brechreiz, Obstipation). Die Nebenwirkungen
führten bei fünf Patienten zum Abbruch der Therapie.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß sich die Therapie mit durchschnittlich
26,1 Dragees MULSAL pro Tag zur Behandlung von extraartikulärem Rheumatismus
anbietet. Die Wirksamkeit ist gut und die aufgetretenen Nebenwirkungen
klangen in den meisten Fällen ohne eine Behandlung oder aber auf eine
Reduktion der Dosis wieder ab. Die Compliance der Patienten kann bei
entsprechender Führung trotz hoher täglicher Dosen sehr gut eingehalten
werden.
Da es sich bei dieser Studie um eine offene, nicht vergleichende Studie
handelte, können diese Ergebnisse nur als erste Anhaltspunkte gewertet
werden, sie müssen in einer geeigneten Doppelblindstudie, z.B. gegen
Placebo, verifiziert werden.